Dienstag, 22. Mai 2018

Miniserie: Drei Beautymythen im Test- Mittwoch: Schneller wachsende Haare

Ach, wie toll wäre es, lange Haare über Nacht zu bekommen, morgens mit perfekter Haut wach zu werden oder die kurzen Stummelchen über Nacht in prachtvolle Klauen verwandeln zu können.
Wie toll (Achtung- Ironie und Sarkasmus!), dass es da Methoden, Mittel und Wege gibt, die einem das Warten und die ganze Arbeit abnehmen! Und umso toller, dass die funktionieren (tun manche davon tatsächlich- jedoch nicht über Nacht.)
Ich habe mal im Internet und in meinem eigenen Erfahrungskreis geschaut und mal für euch interessante (und teils merkwürdige) Mittelchen und Methoden zusammengetragen, die funktionieren können- oder eben auch nicht.

Anmerkung:
Ich bin keine Kosmetikerin, keine Medizinerin oder sonstwie ausgebildet darin, euch Ratschläge bezüglich eures Körpers zu geben. Ich schildere hier meine eigenen Erfahrungen, die ich gemacht habe als ich sogenannte "Hacks" oder Beautymythen ausprobiert habe. Seht meine Erfahrungen bitte mit dem sprichwörtlichen Salz in der Suppe, denn Erfahrungen sind immer subjektiv und ihr solltet euch immer selbst informieren und ein Bild machen, bevor ihr etwas davon ausprobiert von dem, was ich euch vorstelle.
Ich werde weder dafür bezahlt, noch anderweitig unterstützt, wenn ich euch hier Produkte vorstelle oder auf Internetseiten verlinke. 

In dieser Postreihe möchte ich euch drei Beautymythen vorstellen, innerhalb dieser drei Mythen gibt es "Hacks" und Methoden, die angeblich dafür sprechen sollen, dass diese Mythen so wahr sind.
Ich stehe dem skeptisch, aber durchaus interessiert gegenüber, daher habe ich einige davon mal ausprobiert.

Dies erwartet euch in dieser Woche:
1. Schneller wachsende Fingernägel- Dienstag
2. Schneller wachsende Haare         - Mittwoch
3. Schneller reinere Haut                  - Donnerstag

Nach dem ersten Teil geht es also heute um die volle Haarpracht, ich kenne kaum eine Frau, die nicht von Rapunzel-Haar träumen würde. Langes, seidiges, volles und gesundes Haar, am besten noch ohne was dafür tun zu müssen, ohne es in aufwendigen Ritualen pflegen und hegen zu müssen...
Wie toll wäre es, wenn es einfache Pflegegewohnheiten geben würde, die wie über Nacht aus der Zottelmähne Prinzessinnenhaar zaubern könnten... Oder, gibt es sowas??? 

Wie auch im letzten Teil, bitte alles, was ich hier schreibe immer selbst hinterfragen, da ich ja nur meine eigenen Gedanken und Erfahrungen schildere.

Kommen wir zum Beautymythos 2: Die Haare wachsen schneller, wenn du...
Weisheit 1: Haaröl machts- aber bitte "das Richtige"?!
Wie beim "richtigen Mann" scheiden sich auch hier die Geister: Was ist richtig, was falsch? Zunächst einmal muss man wissen, dass die einzelnen Haare nur eine begrenzte Zeitdauer wachsen können. Dies hängt schlicht und ergreifend damit zusammen, dass das Haar irgendwann ausfällt und die Haarwurzel bestimmte Wachstumsphasen hat. Haarwurzeln mit kürzeren Wachstumsphasen haben also gar keine Chance eine Prachtmähne zu produzieren. Wenn dann das Haar noch abbricht... kann man dem Traum vom langen Haar zum Abschied hinterherwinken.
Wie wirkt Haaröl?
Ein Haaröl wirkt rein äußerlich, da, wo die Nährstoffe gebraucht werden (in der Kopfhaut und speziell in der Haarwurzel) kommt es gar nicht erst hin.
Ein Haaröl KANN die strapazierte Haarstruktur glätten und so ein abbrechen oder reißen der Haarlängen vorbeugen.
Welches Haaröl?
Tatsächlich habe ich schon einige durch, rein natürliche, wie auch die gängigen Silikonbomben- meine Erfahrungen waren durchwachsen.
Oft waren die Haare schlicht und ergreifend durchgefettet, in den ersten Wochen der Anwendung seidig und später völlig verfilzt oder die Kopfhaut vertrug das Produkt nicht. Daher bin ich persönlich mittlerweile davon abgekommen, klassisches Haaröl zu verwenden. 
Eines haben alle Öle gemeinsam: Sie sollen in die aufgeraute erste Schicht des Haars einziehen und es so glätten.
Speiseöle (also Nussöle wie Mandel-, Argan-, Oliven- oder Kokosnussöl) können äußerlich aufgetragen werden, aber auch aufgenommen werden. Wichtig ist hier selbstverständlich der gesunde Menschenverstand: Bei Verdacht auf Allergie: Finger weg!! Auf alles kann allergisch reagiert werden!

Hier eine Übersicht der Haaröle, die ich bisher getestet habe und wie sie auf mein Haar gewirkt haben, wo ich sie gekauft habe und wie wie ich sie aufgetragen habe
:
Maroccan Hairoil/ Arganöl
Das Marokkanische Haaröl, oder auch Arganöl habe ich in sehr geringer Dosis bisher recht gut vertragen, da mein Freund allerdings allergisch darauf reagiert, kann ich es nicht mehr verwenden. Wie bei übrigens allen Ölen gilt auch beim Arganöl: ein Zuviel lässt das Haar schmierig und fettig wirken. Ich hatte darauf geachtet überwiegend rein natürliches Arganöl zu nehmen und keines aus der Drogerie. Ich habe daher einfach beim italienischen Feinkosthändler eine Flasche Arganöl (Speiseöl) gekauft. Dieses hat Lebensmittelqualität, keine anderen Füll- oder Zusatzstoffe und man bekommt eine große Glasflasche für ca. 10€. Ein guter Deal und meine Empfehlung an euch. Produkte aus der Drogerie enthalten noch Duftstoffe, oder Stoffe, die das Öl leichter durchgängig machen-. ich persönlich brauche sowas nicht.

Macadamiaöl
Im Handel habe ich dieses Nussöl noch nicht pur gesehen, sondern meist in Haarpflegeprodukten. Mein Haar hat es nicht gemocht, meine Haare waren immer schmierig, fettig und verklebt, schienen es überhaupt nicht aufnehmen zu wollen.

Sheabutter
Tatsächlich habe ich eine ganze Zeitlang hindurch begeistert pure Sheabutter zur Körperpflege verwendet: Das Öl der Sheanuss ist ein festes, reichhaltiges aber gleichzeitig leichtes Öl mit hoher Unverseifbarkeit. Dies bedeutet, dass es, wenn es eingezogen ist sich nicht so schnell heraus- oder abwäscht. Es schmilzt bei Körperwärme zudem recht flott, man muss nicht ewig herumreiben.
Ich habe es zur Gesichtspflege im Winter verwendet, zur Körperpflege und mit dem Rest, der dann noch an meinen Händen war meine Haare verwöhnt. Meine Haare haben es sehr gut vertragen, auch heute noch vertrage ich Produkte mit Sheabutter besser als so manch andere- aber wie gesagt... mein Freund verträgt das nicht so gut... Biologisch gesehen, ist die Sheanuss übrigens ein Kern in einer Frucht, beerenartig, aber meinen Freund juckt dennoch die Nase und das Gesicht. Aber Atemprobleme bekommt er glücklicherweise nicht wie bei Mandelöl oder Arganöl.

Mandelöl
Ich hatte so tolle Sachen gehört über Mandelöl- aber ich vertrage es weder auf der Haut, noch auf dem Haar. Es will bei mir einfach nicht einziehen. Das beste Preis- Leistungsverhältnis für eine Flasche pures Mandelöl hatte ich damals in der Drogerie Müller gefunden, dort kostete eine Flasche (ca. 150ml- 200ml) ca. 5€. Ob es das immer noch gibt, weiß ich allerdings nicht, denn wie gesagt- Nussallergie meines Freundes...

Jojobaöl
Ich vertrage Jojobaöl wirklich super! Jojobaöl wird nicht aus Nüssen gewonnen, sondern aus den Samen des Jojobastrauches. Das Öl erinnert an Olivenöl, aber ist viel leichter in seiner Konsistenz. Auch hier bekommt man ein gutes Preis- Leistungsverhältnis bei Müller oder in diversen Apotheken.
Ich verwende Produkte mit Jojobaöl gerne für die Nägel und die Haare, es zieht schnell bei mir ein und pflegt über recht lange Zeit hinweg. Aber auch hier ist ein zuviel eine schmierige Angelegenheit. Ich nehme immer nur ein paar Tropfen und verreibe diese in meinen Händen und trage dies dann in meine Haarlängen auf.

Kokosöl
Kokosöl ist weiß, fest und duftet lecker- es schmeckt auch mindestens so lecker, wie es riecht. Ich verwende es gerne zum kochen (asiatische Currys) und backen (Schokocrossis- lecker!! Oder als Butterersatz). Für die Körperpflege ist es mir zu schmierig, es zieht bei mir einfach nicht richtig ein und liegt wachsartig bei mir auf Haut und Haar. Ich will ja wirklich von Kokosöl in der Haarpflege begeistert sein- anfangs funktionieren die Produkte auch super für mcih, nur irgendwann wäscht es sich nicht mehr richtig heraus und lagert sich so eklig an...

Olivenöl
Ich finde, pur aufgetragen, ist Olivenöl kein tolles Naturprodukt. Weder auf den Haaren, noch auf der Haut pflegt es bei mir. Olivenöl ist daher eher für mich ein reines Speiseöl, welches von Innen bei mir wirken darf- ich verwende es überwiegend für Salatdressings. 

Hack 1: Öl und Eigelb wirkt wahre Wunder. Also rein mit der Majo ins Haar...!
Ich habe erstmal sehr skeptisch reagiert... und dann angewidert. Majonnaise ins Haar, echt jetzt?! 
Vom Grundgedanken ja nicht falsch, denn ein Speiseöl soll ja angeblich das Haar durchfeuchten, das enthaltene Ei zusätzlich stärken und kräftigen... Also, ich habe es ausprobeirt und mir wurde allein schon bei dem Geruch total schlecht. Majo riecht einfach penetrant, wenn es einmal im Haar ist, dauert es auch ewig, bis man den Sch*** wieder rausgewaschen hat. Mein persönliches Fazit: Majo gehört auf die Pommes, nicht auf die Haare.

Hack 2: Selbstgemachte Haarkur mit Banane
Ich liebe Haarprodukte mit Banane. Sie duften lecker und die Haare sind hinterher griffiger und glänzen ganz toll. Also wollte ich es mal selbst ausprobieren. Also etwas Olivenöl, eine zermatschte Banane, und eine Haarspülung mit Wasser zusammengerührt und ab aufs Haar damit. 
Ich hätte besser zweimal nachgedacht, als ich die Stückchen sah. Ich hätte besser die Banane gegessen, statt sie ins Haar zu geben. Die "Haarkur" war matschig, klumpig, es sah aus, als hätte mir einer ins Haar gekotzt... echt eklig. Ich habe ewig gebraucht, die Stückchen wieder aus den Längen zu waschen, das Haar war hinterher übrigens auch nicht gepflegter als vorher. Also kaufe ich mir Bananenprodukte lieber in der Drogerie oder beim Body Shop fertig hergestellt.

Weisheit 2: Bleichen, Färben, Tönen- alles Mist.
Ich dachte, als ich aufhörte meine Haare zu färben, dass sie sie sich schnell erholen würden und innerhalb kürzester Zeit gesünder aussehen würden. Dies trat nur bedingt ein. Mein Haar wirkt, seit ich es aufgrund der Schwangerschaft nicht mehr färbe, viel anfälliger. An der Kopfhaut ist es tatsächlich gesünder, aber die nicht mehr nachgefärbten Längen sind matt, verblasst- sieht einfach nicht schön aus. 
Meine Haare erholen sich langsam vom Färben- da merkt man, wie schädlich und strapazierend die Chemikalien für Kopfhaut und Haare tatsächlich sind. Frisch gefärbt sehen sie schon toll aus: glänzend, weich, seidig und eine intensive Farbe... und nach einiger Zeit muss man wieder nachfärben, damit die Wallemähne nicht aussieht wie ein Zottelteppich.
Für mich steht fest: Wenn je wieder färben, dann nur noch beim Profi, nicht mehr Zuhause mit Colorationen aus der Drogerie...

Hack 3: Honig und Haarspülung hellt Haare auf
Weg von der Durchfeuchtung, irgendwann wollte ich hellere Haare haben. Ich wollte jedoch nicht mit der Chemiekeule ran. Ich war also überrascht, dass es angeblich mit Honig klappen sollte. Und ja, es funktioniert tatsächlich, aber es geht sehr, sehr langsam und man muss die Mixtur über mehrere Stunden und mit Wärme (Frischhaltefolie auf dem Kopf und Mütze drüber) einwirken lassen. Der Honig bildet dann natürliche bleichende Stoffe- meine Haare waren danach aber recht spröde. Nochmal mache ich das nicht, da esse ich den Honig lieber. Bleicht innerlich nicht, schmeckt dafür aber.

Methode 1: Inversion Method
Diese Methode geistert seit einigen Jahren durchs Internet. Ich verzichte hier mal darauf, sie näher zu erläutern, bei mir hat es so lala funktioniert. Ich hatte schon das Gefühl, dass meine Haare sich verändert hatten, aber den mega Zuwachs an Länge, Fülle und Dichte hatte ich definitiv nicht. Die Kopfhautmassage ist ja ganz nett, das warme (nicht heiße!!) Öl glättet sprödes Haar und der Zeitaufwand ist da, aber überschaubar. Aber wie gesagt- bei mir hat es nicht wirklich funktioniert.

Euch interessiert die Inversion Method? Dann informiert euch am besten auf mehreren Seiten darüber, lest sehr kritisch. Ich verzichte hier an dieser Stelle wie gesagt darauf, genauer darauf einzugehen.

Methode 2: Nur einmal in der Woche Haare waschen
Ich sage es direkt einmal vorneweg: es bedeutet nicht, dass man sich nur einmal in der Woche duscht! Die persönliche Körperhygiene wird normal weitergeführt, nur die Haare werden nicht jeden Tag gewaschen.
Fettige Tage werden mit Trockenshampoo überbrückt, fettige Haare werden mit Hochsteckfrisuren getarnt... Ich bin davon nicht so begeistert. Meine Haare ölen recht schnell, am spätestens dritten Tag MUSS ich sie waschen, weil sie total strähnig sind. Warte ich noch länger, fängt meine Kopfhaut an zu jucken und zu schuppen- sehr unangenehm. Für manche Damen mag das gut funktionieren sie nur einmal in der Woche zu waschen. Für mich allerdings nicht. Im Schnitt wasche ich sie alle zwei Tage, an heißen Tagen auch jeden Tag. 

Hack 4: Hitze vermeiden
Sinnvoll! Glätteisen und Föhn können dem Haar schließlich Feuchtigkeit entziehen und es so austrocknen, die Haare brechen schneller und leichter ab. Ich glätte meine Haare nur noch ganz selten und versuche immer an einen guten Hitzeschutz zu denken. Im Sommer föhne ich mein Haar auch nicht, sondern lasse es- wenn die Zeit dies zulässt- an der Luft trocknen. Meine Haare wirken jedoch nicht wirklich gesünder, aber nicht ganz so matt und trocken.
Wenn ich sie föhne, dann kurz auf der höchsten Stufe bis sie fast trocken sind und lasse sie an der Luft komplett trocknen. Oder ich föhne mit einigem Abstand zur Kopfhaut und Haar auf der mittleren Stufe und beende die Aktion mit kalter Luft.

Theorie 1: Silikone sind böse!
Überall heißt es Dimethicone sind schlecht für die Haare, sie legen sich um das Haar, es kann nicht atmen, verklebt und fällt irgendwann aus. 
"Nicht atmen"... ist mir neu, dass Haare Lungen haben. Ich grinse immer wieder, wenn in diverser Haarproduktewerbung das Model voller Überzeugung davon spricht, dass das Haar befreit durchatmen kann... Klar, es geht um Leichtigkeit, um Unbeschwertheit. Ich kann nachvollziehen, wenn Haare mit Schichten überzogen sind, dass sie dann herunterhängen und stumpf, glanzlos wirken können.
ABER ich bin nicht überzeugt davon, dass Silikone per se schlecht für die Haare sind. Immerhin ist es eine Art Schutzschicht, die sich um das strapazierte Haar legt und es so vor weiterem Schaden bewahrt. Einmal in der Woche verwende ich ein tiefenreinigendes Shampoo, welches alle Rückstände und Silikone aus meinem Haar entfernt. Ich komme damit sehr gut klar, allerdings- auf der Haut will ich keine Silikone!

Theorie 2: Nahrungsergänzungsmittel wirken wahre Wunder!
Ich stimme voll und ganz zu- aber nur, wenn man sie wirklich als ERGÄNZUNG ZU EINER AUSGEWOGENEN ERNÄHRUNG einnimmt. 
Ich bin schwanger, ich ernähre mich gesund und nehme dennoch manche Nahrungsergänzungsmittel ein, weil man während einer Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen, Mineralien und Spurenelementen hat. Auch Sportler haben einen erhöhten Bedarf.
Ich nehme hauptsächlich nur Folsäure und Magnesium und Omega 3 Fettsäuren (ich esse ungerne Fisch). Zink, Eisen, Vitamine etc. nehme ich über die Ernährung an sich auf, diese nehme ich nicht zusätzlich ein.
Ich trinke viel Milch (als laktoseintoleranter Mensch mochte ich nie Milch, nun trinke ich zumindest ein Glas jeden Tag in der laktosefreien Variante wegen dem Calzium). Meine Haare sind seit der Schwangerschaft zwar sehr viel trockener (dabei trinke ich fast perverse Mengen an Wasser!), aber gleichzeitig glänzender, gesünder und voller. Auch meine Haut ist wesentlich praller... Liegt mit Sicherheit auch an den ganzen tollen Hormonen :-)
Ich esse viel Obst und Gemüse, weniger Fleisch (wenn, dann Geflügel oder Rind) und achte auf hochwertige Öle (z.B. Olivenöl). Ich habe grundsätzlich meinen Kohlenhydratkonsum eingeschränkt, auch wenn ich nicht glaube, dass Süßigkeiten sich negativ auf die Haare auswirken. Meine Denkweise ist so: 
Süßigkeiten liefern viel Energie, machen aber überhaupt nicht lange satt und enthalten viel (schlechtes) Fett. Obst und Gemüse hingegen haben eine geringere Energiedichte bei höherer Nährstoffdichte, sättigen gut und liefern dem Körper keine leeren Kalorien. Mein Körper ist ein Tempel- nur rein, was gut ist.

Theorie 3: Wer langes Haar haben will, darf die Haare nicht schneiden.
Logisch betrachtet, stimmt das natürlich. Zeit+ die Haare nicht abschneiden= langes Haar.

ABER, Haarspitzen können trocken werden und aufrauen- Spliss entsteht. Schneidet man diese kaputten Haarspitzen nicht weg, wandert der Spliss immer höher, die Haare werden dünner, anfälliger und brechen leichter. Sie werden matt und trocken- es macht also durchaus Sinn, von Zeit zu Zeit zumindest die Spitzen schneiden zu lassen. 
Außerdem geschieht das Haarwachstum nicht in den Spitzern, sondern in der Kopfhaut.
Ich lasse daher alle ca. 4 Monate einen Splissschnitt machen oder meine Haarspitzen trimmen, dann aber auch wirklich nur höchstens einen Zentimeter. So wachsen die Haare zwar langsamer, dafür aber kräftiger und gesünder.
Bei einem Splissschnitt wird nur der Spliss entfernt, an der Länge ändert sich nichts.

Theorie 4: 100 Bürstenstriche sorgen für glänzendes Haar
Theoretisch funktioniert das, denn die Kopfhaut sondert über Talgdrüsen Talg ab, jeder Bürstenzug verteilt den Talg in den Längen- tadaa, glänzendes Haar. ABER... immer wieder bürsten strapaziert das Haar auch zusätzlich, es kann schneller abbrechen, splissen oder schneller durchfetten. Vor allem mit "der falschen" Haarbürste tut man sich hier wirklich keinen Gefallen.
Ich verwende mittlerweile einen groben Kamm, der ist viel schonender und entwirrt dennoch das Haar.

Hack 5: Haargummis ohne Metallring
Der Metallring steht in Verdacht, die Haare rauszureißen, abzubrechen und zu schädigen. Daher gibt es schon seit längerer Seit Haargummis ohne Metallring, oder Haargummis aus Kuststoff, Klammern... Vorteil: Es entsteht keine Soll-Bruchstelle im Haar, da das Haar weniger strapaziert und gestresst wird. Nachteil: Verhindern leider nicht, dass man das Haargummi dennoch immer wie doof sucht weil man vergessen hat wo man es hingelegt hat...

Nachtrag:
Es gibt mit Sicherheit noch andere Hacks und Theorien rund ums Haupthaar. Vielleicht war es für euch interessant meine Gedanken dazu zu lesen, ich bin gespannt auf eure Ansichten und darauf, was ihr schon alles ausprobiert habt. Bitte bedenkt: Jeder Mensch ist individuell, manches Haar reagiert anders und jeder hat andere Erfahrungen und Ansichten. Was für mich funktioniert, muss nicht für euch funktionieren. 
Man sollte immer einen Hautarzt, Allergologen, Frauenarzt oder Hausarzt fragen, wenn man den Eindruck hat, dass ein Haarausfall oder ähnliches Phänomen krankheitsbedingt oder Folge einer hormonellen Störung sein könnte. Nur ein Facharzt kann hier zuverlässig helfen und beraten. Auch eine ausgebildete Kosmetikerin oder ein Friseur kann beraten und Produkte empfehlen. 
Man sollte grundsätzlich immer auf gesunde Ernährung achten und zweimal überlegen, bevor man sich irgendwelche Pillen oder Produkte innerlich, wie äußerlich zuführt.

Montag, 21. Mai 2018

Miniserie: Drei Beautymythen im Test- Dienstag: Schneller wachsende Nägel

Ach, wie toll wäre es, lange Haare über Nacht zu bekommen, morgens mit perfekter Haut wach zu werden oder die kurzen Stummelchen über Nacht in prachtvolle Klauen verwandeln zu können.
Wie toll (Achtung- Ironie und Sarkasmus!), dass es da Methoden, mittel und Wege gibt, die einem das Warten und die ganze Arbeit abnehmen! Und umso toller, dass die funktionieren (tun sie tatsächlich- jedoch nicht über Nacht.)
Ich habe mal im Internet und in menem eigenen Erfahrungskreis geschaut und mal für euch interessante (und teils merkwürdige) Mittelchen und Methoden zusammengetragen, die funktionieren können- oder eben auch nicht.

Anmerkung:
Ich bin keine Kosmetikerin, keine Medizinerin oder sonstwie ausgebildet darin, euch Ratschläge bezüglich eures Körpers zu geben. Ich schildere hier meine eigenen Erfahrungen, die ich gemacht habe als ich sogenannte "Hacks" oder Beautymythen ausprobiert habe. Seht meine Erfahrungen bitte mit dem sprichwörtlichen Salz in der Suppe, denn Erfahrungen sind immer subjektiv und ihr solltet euch immer selbst informieren und ein Bild machen, bevor ihr etwas davon ausprobiert von dem, was ich euch vorstelle.
Ich werde weder dafür bezahlt, noch anderweitig unterstützt, wenn ich euch hier Produkte vorstelle oder auf Internetseiten verlinke. 

In dieser Postreihe möchte ich euch drei Beautymythen vorstellen, innerhalb dieser drei Mythen gibt es "Hacks" und Methoden, die angeblich dafür sprechen sollen, dass diese Mythen so wahr sind.
Ich stehe dem skeptisch, aber durchaus interessiert gegenüber, daher habe ich einige davon mal ausprobiert.

Dies erwartet euch in dieser Woche:
1. Schneller wachsende Fingernägel- Dienstag
2. Schneller wachsende Haare         - Mittwoch
3. Schneller reinere Haut                  - Donnerstag


Kommen wir zum Beautymythos 1: Die Nägel wachsen schneller, wenn du...

Hack 1: Nagelöl hilft dabei, dass Nägel schneller wachsen.
Meine Erfahrung: Nein, die Nägel wachsen dadurch (bei mir) nicht schneller, dafür sieht die Nagelhaut aber tatsächlich besser aus und die Nägel brechen nicht mehr so leicht/ schnell. Wenn man voraussetzt, dass Länge über NICHT ABBRECHEN der Nägel zustande kommt, dann ja: Nagelöl hilft dabei, dass die Nägel schneller wachsen, zumindest auf lange Sicht gesehen.
Wenn es eine Formel gibt (ohne klug-scheißen zu wollen):

Zeit+ gute Pflege+ nicht abbrechen= lange Nägel.

Nagelöl alleine, lässt Nägel nicht schneller wachsen. Eure Nägel bestehen aus Horn- das ist totes Material, davon abgesehen tragt ihr das Öl ja extern auf und nicht innerhalb eures Körpers, wo das Nagelwachstum passiert.

Hack 2: Nahrungsergänzungsmittel: Schönheit kommt bekanntlich von innen- also rein mit dem "guten" Zeug! 
Folsäure und andere Nahrungsergänzungsmittel und "wie sie nicht alle heißen"- Kapseln sollen dafür sorgen, dass eure Nägel quasi über Nacht wachsen, oder zumindest in rasantem Tempo. 
Fakt: Folsäure kann die Zellteilung in eurem Körper positiv beeinflussen, sie ist beispielsweise enthalten in grünem Gemüse (Spinat, Spargel, aber auch in Tomaten, Kohl...) und in Vollkornprodukten. Die Liste ist lang :-)

Hier ein sehr interessanter Beitrag zur Folsäure:
Folsäure in der Apotheken Umschau

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies teilweise stimmt, seit ich Folsäure nehme, habe ich subjektiv das Gefühl, dass meine Nägel besser wachsen, bzw. nicht mehr so viel abbrechen. Aber ich achte generell besser auf meine Ernährung, für mich liegt es aber auf der Hand und ich lebe nach diesem Leitsatz: Du bist, was du isst.
Gesunde, ausgewogene Ernährung kann nie nachteilige Effekte auf den Körper haben, wenn eurem Körper wichtige Vitamine und Spurenelemente fehlen, kann er sich auch nicht gut entwickeln.
Also: Folsäure als Helferlein stimmt teilweise, aber es gibt noch anderes, was euer Körper benötigt, daher nur teilweise wahr. Ihr solltet Wert auf eine ausgewogene Ernährung legen, Nahrungsergänzungsmittel ersetzen aber niemals eine vollwertige Ernährung, ganz so leicht ist es nicht.

Hack 3: Wasser... was gut und böse ist :-) 
Naja, Wasser ist lebensnotwendig, ich spiele hier eher auf die Bedeutung für eure Nägel an.
Wasser solltet ihr immer jeden Tag genug trinken, euer Körper funktioniert nicht ohne Wasser. Wasser beim Duschen, bzw. beim Geschirrspülen hingegen solltet ihr möglichst nicht ungeschützt an eure Nägel lassen. Wasser weicht auf, die Nagelsubstanz wird weich, biegt sich, kann einreißen. Zu vermeiden, dass Wasser mit euren Nägeln in Kontakt kommt ist also sinnvoll, aber im Alltag wenig umsetzbar. Klar könnt ihr beim Putzen/ Geschirr spülen Gummihandschuhe tragen,... ich vergesse das aber auch gerne. 

Hack 4: Nagellack ist böse...
Nein!! Nagellack ist toll :-) Ich würde niemals auf Nagellack verzichten, ich bin persönlich überzeugt davon, dass Nagellack durchaus positiv für die Nägel ist. Zum einen ist der Nagel nicht schutzlos Wind, Wetter und Nässe ausgesetzt, zum anderen ist eine Schutzschicht drauf, die den Nagel verstärkt. Der Nagel muss nicht atmen (er hat ja auch keine Lungen). 

Methode: Lange Nägel durch Feilen und buffern der Nägel
Lassen wird diese Aussage mal auf uns wirken. Durchdenken wir einmal, was diese Aussage bedeutet:
Wenn man also mit einer Feile NAGELSUBSTANZ ABTRÄGT, was dazu führt, dass der Nagel dünner und nachgiebiger wird, dann soll der Nagel schneller wachsen. Nö, dies kann ich so absolut nicht bestätigen! So schick gefeilte und gebufferte Nägel auch aussehen mögen- sie sind dünn wie Papier. Früher hatte ich so eine Bufferfeiel (so einen Block) und habe mich immer gewundert, warum meine Nägel ständig abgesplittert oder abgebrochen waren.
Seit ich dieses "Teufelszeug" nicht mehr verwende, habe ich viel robustere Nägel. Ich verwende zum Kürzen einen Nagelknipser (wenn sehr viel Länge ab soll), aber haupsächlich eine Glasnagelfeile (die ist viel schonender für den Nagel und führt nicht dazu, dass der Nagel ungewollt splittert).

Methode: Gelbe Nägel beseitigen durch bleichen oder buffern
Meine liebste Youtuberin (Simply Nailogical) hat ein wirklich tolles Video darüber gemacht, warum gelb verfärbte Nägel echt nicht der Rede wert sind. Es kommt ohnehin Nagellack drauf... Ansonsten reichen ein paar "Nagellack freie" Tage aus, dann geht die Verfärbung zurück. Ich habe nur ein einziges Mal versucht, meine Nägel mit Zitronensäure aufzuhellen. Erstens, waren sie danach immer noch verfärbt, zweitens hatte ich minimale kleine Verletzungen- es hat gebrannt wie Sau! Und drittens: der Nagel war danach total brüchig und ganz weich...
Also führt ein bleichen der Nägel (weil in Verbindung mit Wasser) eher zum gegenteiligen Effekt, der Nagel wächst nicht schneller, sondern bricht schneller.

Ihr solltet immer bedenken: lange Nägel brauchen Zeit, es kann zudem sein, dass die gewünschte Länge eurer Nägel nicht zu eurem Lebensstil passt. Er viel mit den Händen arbeitet, läuft tendenziell eher Gefahr sie abzubrechen, weil ja viel mit den Nägeln hantiert wird.
Ist der Nagel glatt gefeilt (die Nagelspitze buffere ich ab und an tatsächlich), gibt es keine rauen Kanten an denen der Nagel hängenbleiben kann.



Ich hoffe, ihr fandet diesen Post interessant, ich bin neugierig darauf, was ihr schon alles ausprobiert habt und ob es bei euch funktioniert hat??

Samstag, 19. Mai 2018

Gesichtsreiniger " All in One Cleanser" von Judith Williams

Ich gestehe- ich bin begeistert von dem Elan und der positiven Ausstrahlung dieser Frau.

Ich kenne Judith Williams überwiegend aus dem Teleshopping- da schaue ich Sendungen mit ihren Produkten schon seit Jahren. 
Bisher habe ich noch nie etwas bestellt, denn ich hatte befürchtet... wenn ich einmal da bestelle, will ich immer mehr... 
Vor meinem geistigen Auge sah ich schon meinen finanziellen Ruin.

Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich ihre Produkte bei dm entdeckt habe, ich habe mir direkt ihren Gesichtsreiniger gekauft und verwende ihn bereits seit einigen Wochen. Nun wird es Zeit für den bewertenden Post!










Zum Produkt
Es handelt sich um einen Gesichtsreiniger in einer Flasche. Das Produkt wird durch eine Kippöffnung entnommen, die Flasche ist blickdicht.
Es sind 200ml Produkt enthalten und der All-in-one Cleanser kostet bei dm ca. 5€.
Es handelt sich um eine Reinigungsmilch mit milchiger Textur, das Produkt ist frei von Parabenen, Farbstoffen, Paraffinen und Mineralölen. 
Die Reinigungsmilch ist für jeden Hauttyp, bzw. für normale Haut geeignet. 

Das Produktversprechen und die Inhaltsstoffe

Bezüglich der Inhaltsstoffe rate ich euch in jedem Falle mal bei Codecheck vorbeizulesen, denn ich bin keine Chemikerin oder Kosmetikerin, ich kann euch nicht sagen, welcher der Inhaltsstoffe welchen Ruf hat.
Ich habe allerdings natürlich selbst auch geschaut und bin ein wenig verwundert, dass Palmöl enthalten ist. Palmöl steht ökologisch ein wenig- nennen wir es mal fragwürdig- dar. 
Allerdings muss man einfach auch wissen, dass in sehr vielen Kosmetika und auch Nahrungs- und Futtermitteln Palmöl enthalten ist, da dieser Rohstoff preiswert ist.
Allerdings fehlt leider der Hinweis, aus welcher Quelle das enthaltene Palmöl stammt, ob es ökologisch nachhaltig produziert wurde oder Ähnliches.

Wer hier eingehender nachlesen möchte, ich habe euch die Seite von Codecheck einmal verlinkt( ich bekomme kein Geld oder ähnliches, weil ich auf diese Seite verweise!):

Inhaltsstoffe des All in One Cleansers von Judith Williams auf Codecheck

Bis auf einen weiteren Inhaltsstoff und das enthaltene Parfum haben mich allerdings die anderen Rohstoffe weder gewundert noch besorgt.

Das Produkt verspricht, sanft Makeup zu entfernen, auch hartnäckige Wimperntusche soll mit ihm entfernt werden können, ebenso wie sonstige (?) hautverunreinigende Verschmutzungen. In diesem kurzen Abschnitt selbst steht nichts davon, dass es besonders pflegend oder hautbildverfeinernd sein soll, wie so mancher Gesichtsreiniger dies von sich behautptet.
Der Hinweis, dass das Produkt dermatologisch auf Hautverträglichkeit getestet ist, ist für mich ein absoluter Standard und keine Besonderheit. Schließlich erwarte ich von einem Gesichtsreinigungsprodukt, dass es dermatologisch verträglich ist, ansonsten würde ich es mir auch nicht ins Gesicht klatschen.

Die Bildchen :-)
Es ist so eine Sache mit Bildchen... wer hat sie warum gemacht? 
Ich habe jedenfalls nichts darüber gefunden, ob es Siegel sind, es scheinen Bildchen zu sein, was ich aber nicht schlimm finde. Wichtiger finde ich hier die zusätzlichen Informationen zu den Bildchen, dass es sich beispielsweise um einen pflanzlichen Inhaltsstoff handelt, worauf mittlerweile sehr viele Konsumenten Wert legen.
(Ist das Produkt vegan?? Darüber habe ich leider nichts gefunden, auf der dm Webseite steht es jedenfalls nicht explizit.)
Die Aussage "Award Ingredient" verweist darauf, dass es sich um einen anerkannten, preisgekrönten und "hochwertigen" Wirkstoff handelt. Ich bin persönlich der Meinung, dass dies zwar durchaus sein kann, aber dass hier auch Verbraucher überzeugt werden sollen, dass es sich um eine Art "Luxusprodukt" oder dergleichen handelt.
Namhafte Kosmetikfirmen werben schließlich auch alle mit "dem exklusiven, besonderen" Wirkstoff, auch Drogeriemarken haben "Wirkstoffkombinationen", sogenannte Alleinstellungsmerkmale, die vermitteln, dass ein Produkt gut wirken MUSS, weil es einen bestimmten (meist neuen) Wirkstoff oder Wirkstoffkomplex enthält.







Die Anwendung
Man entnimmt eine etwa Bohnengroße Menge und verreibt diese mit etwas Wasser in den Handflächen. So mancher Gesichtsreiniger schäumt nun auf- dieser nicht. Was ich allerdings überhaupt nicht schlimm finde, ganz im Gegenteil! Ein guter Reiniger muss nicht schäumen um zu reinigen, denn Seife entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. 
Anschließend nimmt man das Produkt mit Wasser wieder vom Gesicht ab.
Ich verwende manchmal den Gesichtsreiniger mit meiner elektrischen Gesichtsmassagebürste, um gleichzeitig die Hautdurchblutung anzuregen und ein Peeling durchzuführen. 
Hinterher spannt die Haut bei mir nicht, sie ist auch nicht gerötet oder gereizt (außer mit der Gesichtsmassagebürste, dann ist sie natürlich durch die Reibung gerötet).

Geruch und Konsistenz
Die Konsistenz ist milchig und leicht cremig, wie ein leichter Balsam. Das Produkt lässt sich gut verteilen und auch mit Wasser gut abnehmen.
Der leichte, cremige Duft stört mich nicht, ich empfinde ihn als angenehm.

Meine Ausgangssituation
Seit meiner Schwangerschaft reagiert meine Haut sehr zickig, ist oft trocken, juckt, spannt und ist gerötet und dann auch unrein. Fettig ist sie allerdings nicht. Um so wichtiger war mir ein sanfter Reiniger, der meine "Zicke" reinigt und pflegt. Wenn er dabei auch Makeup und hartnäckige Wimperntusche entfernen kann- umso besser, dachte ich mir.

Mein individuelles Ergebnis nach einigen Wochen konstanter Verwendung
Nach einigen Wochen konstanter Anwendung hat sich meine Haut wieder fast regeneriert. Sie ist stellenweise immer noch ein wenig gereizt und trocken, aber längst nicht mehr so schlimm, wie sie es vorher war.
Meine trockenheitsbedingten Unreinheiten sind ein wenig zurückgegangen, aber ich kann nicht feststellen, dass meine Haut straffer oder praller ist als vorher. 

Mein Fazit
Natürlich ist jede Haut anders und reagiert auf ein Produkt oder manche Inhaltsstoffe unterschiedlich. Für meine Haut was das Produkt zwar ok, aber ein heiliger Gral war es nicht. 
Es handelt sich definitiv nicht um ein schlechtes Produkt, aber irgendwie hat es mich einfach nicht komplett überzeugen können. Dies kann natürlich mit meiner Haut zusammenhängen, die momentan aufgrund der Schwangerschaft recht zickig und widerspenstig ist. Zwischendurch würde ich es mir eventuell nachkaufen, aber ich bin auch sehr neugierig auf die anderen Produkte.
Ich fasse zusammen:
Die Konsistenz war gut, der Duft angenehm, die Pflegewirkung war in Ordnung. Allerdings war das Produkt mit meinem Makeup (welches NICHT wasserfest war!) überfordert, ich hatte hinterher ganz fiese Pandaaugen und noch reichlich Makeup auf dem Gesicht nach einer Reinigung.
Wenn ich das Produkt an den Augen verwendet habe, haben meine Augen minimal gebrannt und ein wenig gejuckt, was zwar unangenehm, aber auch schnell wieder vorbei war.
Für mich ist dieses Produkt leider nicht die richtige Wahl gewesen, aber wer einen sanften Reiniger sucht, der wird mit diesem Produkt bestimmt sehr happy werden.



Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Gesichtsreiniger gemacht?

Freitag, 18. Mai 2018

LOV Lidschattenpalette "Devoted to Roses"

Heute möchte ich euch gerne eine meiner neuesten Anschaffungen bei meinen Lidschattenpalette vorstellen- die Devoted to Roses Lidschattenpalette von L.O.V. Ich habe noch nicht viele Produkte dieser Drogeriekosmetikmarkeaber von den wenigen Produkten die ich habe, bin ich restlos begeistert.
Die Marke spricht nicht junge Mädchen/ Teenager an (wie beispielsweise essence), sondern wie gesagt eher Frauen ab ihren Zwanzigern. Natürlich sind Altersgrenzen hier fließend, aber da die Produkte im Gegensatz zu essence oder P2 etwas hochpreisiger sind, sehe ich die Marke nicht unbedingt bei Mädchen, die das erste Mal damit beginnen sich zu schminken.
Die Verpackung der Palette ist sehr hochwertig und spricht mich definitiv an!

Auf der Rückseite des Papierkartons sieht man bereits die Farben der Lidschatten und eine Möglichkeit mit Schminkanleitung für ein Augenmakeup.

Rosentöne, bzw. Rosenholztöne sind absolut meins, die Farbauswahl ist ansprechend, alltagstauglich und natürlich gehalten.

Die Lidschattenpalette ist gummiert, mit "seductive soft touch" Qualität... Ich finds ansprechend und interessant, es ist einfach mal was anderes als Plastik, Metall oder ein komischer Flauschbezug (wie bei der Naked Palette von Urban Decay).

Toll ist der große Spiegel und die Größe der Lidschattenpfännchen, man kommt perfekt mit dem Lidschattenpinsel hinein.

Mir persönlich fehlt ein matter Hautfarbeton zum Verblenden, der zweite rosige Ton ist semi-matt. Er schimmert leicht, gibt aber gut Farbe ab.

Alle Lidschatten sind buttrig und krümeln nicht, nur der dunkelste Ton ist etwas trocken und nicht ganz so gut pigmentiert wie die anderen Lidschattentöne.
Alles in Allem aber eine schöne Anfängerpalette, die man für ca. 15€ in der Drogerie kaufen kann.

Montag, 14. Mai 2018

Nagellacksammlung 2018- Meine OPI Nagellacke

Nachdem ich euch bereits meine China Glaze und Chanel Nagellacke gezeigt habe, zeige ich euch heute meine OPI Nagellacke :-)
Ich besitze mittlerweile einige, denn ich kaufe sie grundsätzlich reduziert, oder lasse sie mir durch Gutscheine oder zu besonderen Anlässen schenken.

Eine Anmerkung habe ich zu machen, bevor es mit den Tragebildern meiner OPI Nagellacke losgeht:

Ich habe für keinen einzigen meiner OPI Nagellacke den vollen Preis bezahlt. Ich kaufe meine OPI Nagellacke überwiegend bei TKmaxx oder wenn ich in Holland bin (Big Bazar), da kosten sie maximal 5€, oft aber auch weniger, wenn gerade Aktionen oder Angebote sind.
Auch, wenn manchmal die Konsistenz nicht ganz so wie erhofft ist, bedeutet es nicht, dass es sich um einen schlechten Nagellack handelt. Es kann an der Charge liegen, am Alter des Nagellackes oder mit meiner Art zu lackieren zusammenhängen.

Die Minis
Diese kleinen Minis gibt es immer wieder bei TkMaxx in reduzierten Sets, diese eignen sich hervorragend um manche Farben und Lacke auszuprobieren. Manchmal sind die Konsistenzen echt ein Traum, manchmal leider ein Fehlgriff, dann tröstet es mich, dass ich nicht den vollen Preis für eine große Flasche bezahlt habe. 

OPI Mininagellacke aus der Burleque LE (einige Jahre alt)
Nachkaufen würde ich mir die LE nicht mehr, sollte ich sie ganz unwahrscheinlich doch noch mal irgendwo finden. Sie war mir zu glitzerig und die Farben letztlich nicht so wirklich meins.
Da diese Minis wirklich steinalt sind, habe ich sie eher nebensächlich fotografiert und nicht so groß aufgezogen, wie die anderen Nagellacke von OPI (immerhin ist die LE gute sieben Jahre her).
Take the Stage ist ein glitzeriges Orange, warm und von Topqualität. Mit der ersten Schicht sind übrigens alle drei Lacke so streifig, dass man denkt sie würden niemals deckend werden.
Rising Star ist ein glitzeriger Goldton, sehr hübsch aber definitiv warm, lackieren lässt er sich super und deckt auch gut, allerdings stehen mir warme Goldtöne leider nicht besonders gut.
The show must go on ist ein pinkiges Rot, sehr hübsch und tatsächlich auf meinem Hautton nicht allzu warm, eher neutral würde ich sagen :-)

OPI Mininagellacke aus der Love OPI LE
Diese vier Minigrößen waren ein Mitbringsel von meiner Schwester und ihrem Freund :-)
Von links nach rechts:
Ornament to Be togetherCoalmatesHolidazed over you und My Wish List is you
Ornament to Be together ist ein glitzeriger, heller Silberton, der um komplett deckend zu sein drei bis vier Schichten erfordert. Er lässt sich super aufbauen, glänzt richtig schön auf den Nägeln. Er trocknet schnell, aber beim ablackieren hat man überall Glitzer an den Fingern. Sehr hübsch, aber nicht außergewöhnlich.
Coalmates ist ein wirklich wunderschönes dunkles Nachtblau mit Glitzer, sehr schimmernd und glitzerig. Auch dieser Nagellack benötig drei Schichten, trocknet schnell aber hinterlässt hinterher überall Glitzer an den Fingern wenn man ihn wieder abnimmt.
Holidazed over you ist ein intensives Nachtblau mit Jellytextur, aber mit zwei bis drei Schichten komplett deckend. Der Ton ist absolut faszinierend, ich kann mir dieses dunkle, intensive Blau stundenlang ansehen. Zwei bis drei Schichten decken komplett, der Lack ist etwas dickflüssiger, als ich es von Jellys gewohnt bin und recht gut pigmentiert.
My Wish List is you ist ebenfalls ein Jelly, aber eher in Richtung Creme. Es ist so ein unglaublich leuchtender, toller und intensiver Rotton, dass ich mich an ihm kaum satt sehen kann. Er ließ sich problemlos lackieren, ich habe auch ungefähr zwei bis drei Schichten gebraucht für ein komplett deckendes Ergebnis. Es ist ein sehr sinnliches Rot, ich kann mir vorstellen, dass es vor allem im Sommer, wenn es richtig heiß ist (oder an Weihnachten zu den Festtagen) besonders schön aussieht.

OPI Nagellacke in Originalgröße

Ich suche gezielt in jedem TKmaxx, den ich so antreffe nach OPI Nagellacken, auch bei Big Bazar und im Kruidvat in Holland bin ich schon fündig geworden. Natürlich muss man Glück haben, denn es sind oft Restposten und manchmal einfach auch untragbare Farben, wenn man mal ganz ehrlich ist. Jedenfalls habe ich bisher für keinen der Nagellacke den vollen Preis bezahlt...

Neutrale Töne

Neutral geht irgendwie immer- hier habe ich aber erstmal alle hellen Nagellacke einsortiert. Ich trage gerne Nude- oder helle, zarte Grautöne, die sind im Alltag immer passend und von OPI haben sie meist auch eine solide und gute Qualität. 


It´s in the cloud
- ein gräulicher Weißton-
Ich hatte mich damals total gefreut, als ich diesen Nagellack gefunden hatte- sucht man doch irgendwie immer nach DEM perfekten weißen Nagellack. Dass er etwas gräulich ist, hat mich nicht gestört, allerdings hat er eine sehr unschöne Konsistenz: flüssig, ist auch mit der zweiten Schicht noch relativ streifig. Nur auf den Fingerspitzen aufgetragen fällt dies allerdings nicht auf, umso mehr leider, wenn man den Lack auf dem ganzen Nagel aufträgt. Man benötigt gute drei Schichten, bis er ganz deckt... und selbst dann sieht man noch Stellen, über die man nochmal drüber müsste...

French quarter for your thoughts
-ein wunderschönes, helles und dezentes Grau-
Im Gegensatz zu dem folgenden Grauton ist dieser Nagellack genau das, was der andere nicht ist: Deckend und Grau. Ich bin völlig verliebt in diesen tollen Grauton! Er deckt mit der zweiten Schicht komplett, zieht keine Streifen, läuft nicht in die Rillen, trocknet schnell und glänzend. Wenn ihr ihn irgendwo antrefft- ihr werdet den Kauf nicht bereuen!


My Pointe exactly
- ein eigentlich grau getünchter Klarlack, der in Richtung Jelly geht-
Im Fläschchen sah dieser Nagellack so vielversprechend aus, so toll... als ich ihn aufgetragen habe, war es jedoch nur ein im wesentlichen gräulicher Klarlack. Ich weiß nicht, ob das nur an meinem Fläschchen liegt, aber diesen Lack hätte ich besser stehen lassen...


Bunte Töne

Knallig, auffällig und sorgen für gute Laune: bunte Nagellacke! Egal, ob Gelb, Rot, Blau oder Grün, ich habe jeden bunten Lack begeistert und interessiert mitgenommen und zu meiner großen Freude eigentlich auch kaum bis garnicht daneben gegriffen.


I just can´t cope-acabana
- ein tolles, sonniges Bananengelb-
Ein sonniges Bananengelb, allerdings scheint mein Fläschchen wohl von der etwas flüssigeren Art zu sein. Auch nach drei Schichten deckt der Lack nicht komplett, allerdings ist es vertretbar. Der Lack trocknet semi-matt, der Unterton gefällt mir zudem und lässt meine Haut nicht käsig wirken.


A-piers to be tan
- ein heller Schoko-Matsch-Ton-
Wirklich erstaunlich, dass so eine matschige "Durchfall"- Farbe interessant auf den Nägeln aussehen kann. Mit der ersten Schicht ist der Lack eigentlich schon deckend, aber eine zweite Schicht intensiviert die Farbe noch. Die Trockenzeit war super, der Lack trocknet cremig, jedoch nicht übermäßig glänzend.


I stop for red
- ein intensives Rot-
Von der Textur her definitiv ein Jelly, wenn auch recht gut pigmentiert. Man sollte wissen, dass Jellys nicht unbedingt dafür bekannt sind komplett deckend zu sein, sie eignen sich aber dafür hervorragend für Sandwichmaniküren. Ein Jelly ist übrigens vergleichbar mit einem Wackelpudding. Der Lack trocknet glänzend und glossig nach 2-3 Schichten.


I´m sooo swamped
- ein Olivgrün-
Zuerst war ich sehr skeptisch, so ein Olivengrün habe ich nicht in meiner Sammlung. Aber es sieht sehr interessant aus auf den Nägeln, es ist ein tragbarer Cremeton der cremig trocknet ohne übermäßig zu glänzen.


Sailing and Nail-ing
- ein zartes Babyblau-
So wunderschön dieser Ton ist- die Konsistenz ist sehr flüssig, der Lack benötigt gute drei Schichten, bis er komplett deckend ist. Aber hat man ihn einmal streifenfrei lackiert, freut man sich über den zarten Blauton. Ich zumindest bereue den Kauf nicht, auch wenn es günstigere pastellige Blautöne in der Drogerie gibt.


A Grape Fit
- ein toller Traubenton-
Nach dem zarten Babyblau hatte ich etwas Bedenken, ob dieser Lack genauso flüssig sein würde und auch drei Schichten benötigen würde. Und ich wurde angenehm überrascht, denn der Lack ist bereits mit der ersten Schicht fast völlig deckend, eine zweite Schicht deckt vollständig und der Lack trocknet glänzend und relativ schnell. Die Konsistenz ist zwar flüssig, aber nicht so arg, dass der Lack in die Rillen läuft. Wenn ihr diesen Lack irgendwo antrefft- er ist einen Kauf wert!


Correctamundo
- ein blauer, sehr dünnflüssiger Jelly-
Dieser Nagellack ist wirklich total interessant! Es ist ebenfalls ein Jelly- aber weniger pigmentiert und er trocknet matt.  Das Blau hat einen kühlen und leichten Rosastich- ich habe keinen vergleichbaren Nagellack in meiner Sammlung. Leider ist er auch nach drei Schichten nicht deckend- eben eher was für Sandwich- Manicures.

Dunkle Töne
Eigentlich mag ich dunkle Nagellacke- jedoch meist an anderen. Ich habe immer den Eindruck, dass sie bei mir seltsam aussehen, manchmal verlaufen sie in die Rillen, oder decken nicht vollständig... aber manchmal sind sie tatsächlich wunderschön und problemlos und sehen sehr elegant auf den Nägeln aus. 


Here today Aragon tomorrow
- ein Jellylack in einem dunklen Olivgrün-
Diese Farbe fand ich so faszinierend, dass dies mein erster Nagellack war, ich musste ihn vor Jahren unbedingt haben! Es ist ein Jelly, also relativ flüssig und nicht so stark pigmentiert wie ein Cremelack. Man benötigt drei Schichten, bis der Nagellack deckend ist.

William tell me about OPI
- ein dunkles, bräunliches Aubergine-
Dieser Lackt deckt mit der zweiten Schicht komplett und trocknet glänzend. Im Herbst trage ich diesen Lack sehr gerne, er ist elegant und alltagstauglich zugleich. Allerdings ist er nicht gerade unkompliziert im Auftrag, er ist nicht sehr flüssig, läuft aber dennoch schnell in die Rillen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass man ihn auf dem Nagel hin und her schiebt. Nochmal würde ich mir den Lack allerdings nicht kaufen, der Name war hier eindeutig der Kaufgrund. Vielleicht ist es aber auch nur mein Fläschchen, welches eine komische Konsistenz hat...


Muir muir on the wall
- eine bräunlich-auberignenfarbene duochrom schimmernde Schönheit-
In der ersten Schicht merkt man schon, dass der Lack mit der zweiten Schicht decken wird. Die Konsistenz ist zwar dünn, jedoch sehr gut pigmentiert. Ich bereue den Kauf in keinster Weise :-)

I Carol about You
- ein tolles Lila mit kühlem lila Schimmer-
Mit zwei Schichten deckt dieser cremige Nagellack mit zartem Schimmer tadellos, die Trockenzeit ist sehr gut und er läuft nicht in die Rillen. Dieser Nagellack ist so gut pigmentiert, dass man ihn auch zum Stampen verwenden kann.

How great is your Dane?
- ein bräunlicher Taupeton-
Die erste Schicht ist recht streifig, aber man erkennt bereits, dass dieser Lack mit der zweiten oder dritten Schicht decken wird. Die Konsistenz ist erecht flüssig, man muss beim Lackieren aufpassen- Patzergefahr!

Glitzernagellacke
Ich habe bisher einen wirklich echten Glitzernagellack in Originalgröße von OPI, den habe ich ebenfalls für 5€ bei TKmaxx gekauft. Für mich ok, aber ohne Peel off Base tut man sich wirklich keinen Gefallen beim Lackieren. Der Topcoat mit Pailetten war darüber hinaus auch ein lohnender Kauf, allerdings bewundere ich diesen eher, als dass ich ihn tatsächlich tragen würde...

Snow globetrotter
- ein wunderschöner Topcoat mit Glitzer und Pailetten-
Dieser wunderschöne Topcoat sieht tatsächlich aus, wie das Innere einer Schneekugel: glitzernd, mit irisierenden Partikeln und  Pailetten. In seiner Basis ist es ein Klarlack, man muss allerdings geduldig sein, wenn man die schönen Partikel lackieren möchte. Ich würde allerdings kein Makeup Schwämmchen verwenden um den Nagellack aufzutupfen, ich finde, er wirkt so viel schöner!

My Voice is a little Norse
- ein Holonagellack, sowohl als Überlack als auch als deckender Nagellack zu verwenden-
Zugegeben, hier sieht nix nach Hololack aus, sondern eher nach Glitzerbombe. Es ist in jedem Falle grober Glitzer, der das Licht regenbogenartig reflektiert und kein ebenmäßiger cremiger oder metallischer Nagellack. Auf dem Bild habe ich zwei Schichten lackiert (ohne Schwämmchentechnik) und der Naturnagel scheint durch. Ich glaube auch nicht, dass man ihn alleine durch Lackieren deckend bekommt, höchstens durch auftupfen. Die Glitzerpartikel schwimmen in einer gräulichen Basis, daher kann man ihn eher über gräuliche Nagellacke lackieren. Dennoch: ein sehr schöner Nagellack!


Welche OPI Nagellacke sind eure liebsten? Welche könnt ihr mir empfehlen??